Wissen schützt.
Aufklärung auch.
Fünf praxisnahe Seminare für Schulen — zu KI, Bad Actors, Pornographie, Cyber-Mobbing und unpassenden Inhalten. Mit konkreten Handlungsoptionen für Schüler, Lehrpersonen und Eltern. Kein Zeigefinger, kein Buzzword-Bingo.
Was ist KI — Chancen & Risiken
Algorithmen, Deepfakes und digitale Selbstbestimmung
Künstliche Intelligenz ist längst im Schulalltag angekommen — als Hausaufgaben-Helfer, als Kreativ-Werkzeug und als unsichtbare Maschine hinter Social-Media-Algorithmen. 89 % der Studierenden nutzen KI-Tools. Was bedeutet das für Schulen? Dieses Seminar erklärt, wie KI funktioniert, wo sie nützt und wo sie gefährlich wird — ohne Technik-Vorerfahrung.
Was können die Beteiligten konkret tun?
👦 Schülerinnen & Schüler
- →KI als Werkzeug, nicht als Ersatz: Ideen entwickeln, dann selbst schreiben
- →Quellen-Check: ChatGPT-Antworten sind nicht immer korrekt — wie erkenne ich das?
- →Deepfakes erkennen: Auf welche Merkmale achten? Praxis-Übung im Seminar
- →Algorithmen verstehen: Warum zeigt mir die App genau das? Wie beeinflusst mich das?
- →Datensparsamkeit: Welche Daten gebe ich KI-Tools? Was passiert damit?
👩🏫 Lehrpersonen
- →KI-Ampel für den Unterricht: Welche Aufgaben dürfen mit KI, welche nicht?
- →Aufgabendesign: Wie stelle ich Aufgaben, die KI nicht einfach lösen kann?
- →KI als Lern-Buddy einsetzen: Brainstorming, Feedback, Erklärungen — methodisch sauber
- →Eigenleistung nachweisen: Skizzen, Vorversionen, Prozess-Dokumentation statt KI-Detektor
- →Schul-Leitlinien erarbeiten: Was gilt in unserer Schule? Gemeinsam mit Klasse entwickeln
👨👩👧 Eltern
- →Familienregeln für KI-Tools: Was darf das Kind nutzen — für welche Aufgaben?
- →Quellen-Check üben: ChatGPT-Antworten gemeinsam prüfen — sind die Fakten korrekt?
- →Schulregeln kennen: Beim Klassenlehrer nachfragen, welche KI-Regeln gelten
- →Eigenleistung wertschätzen: Aufgaben, die das Kind selbst erarbeitet hat, ausdrücklich loben
Schüler im Fokus von Bad Actors
Roblox, Grooming, Account-Takeover & Social Engineering
Roblox hat 144,5 Millionen täglich aktive Nutzer — ein Drittel davon unter 13 Jahren. Seit 2026 laufen 148 Klagen gegen die Plattform in den USA. Pädokriminelle nutzen Voice-Chat und In-Game-Currency, um Kinder zu manipulieren. Dieses Seminar zeigt Schülern, Lehrern und Eltern konkret: Wie funktionieren diese Angriffe — und wie schützt man sich?
Was können die Beteiligten konkret tun?
👦 Schülerinnen & Schüler
- →Grooming erkennen: Wann ist ein Online-Kontakt verdächtig? Konkrete Warnsignale
- →Robux-Betrug: Kostenlose Robux gibt es nicht — Generatoren sind immer Fallen
- →Phishing-Klons: 'RobIox.com' statt 'Roblox.com' — wie erkenne ich Fake-Seiten?
- →Was tun bei Unbehagen? Wen ansprechen — ohne Angst vor Konsequenzen
- →Account absichern: 2FA aktivieren, Passwort nie teilen, Eltern koppeln
👩🏫 Lehrpersonen
- →Thema im Unterricht besprechen ohne Panikmache — mit echten Fallbeispielen
- →Schul-Notfallplan: Was tun wenn ein Schüler betroffen ist? Meldewege klären
- →Elternabend-Materialien: klicksafe.de, Saferinternet.at, BSI-Tipps
- →Medienpass-Kompetenz verankern: Kritischer Umgang mit Online-Plattformen als Unterrichtsthema
👨👩👧 Eltern
- →Roblox-Account absichern: 2FA, Eltern-App koppeln, Account auf 'Under 13' / Roblox Kids stellen
- →Monatliche Inventur: Welche Spiele spielt mein Kind? Mit wem chattet es?
- →AdGuard Home / Pi-hole: Phishing-Klone von Roblox netzwerkweit blockieren
- →Gespräch ohne Verhör: 'Was war heute online interessant?' statt 'Zeig mir alles'
- →Meldestellen kennen: Nummer gegen Kummer 116111, Polizei-Onlinewache
Pornographie & sexuelle Exploitation
Frühe Konfrontation, Algorithmen und was Schutz wirklich bedeutet
Kinder kommen im Durchschnitt mit 11 Jahren zum ersten Mal unbeabsichtigt mit pornografischen Inhalten in Kontakt — oft über Social Media, ohne Vorwarnung. An Berliner Schulen wird das Thema laut rbb24 (2026) kaum im Unterricht behandelt. Dieses Seminar schließt die Lücke: sachlich, altersgerecht, ohne Schuldzuweisungen — mit konkreten technischen und pädagogischen Maßnahmen.
Was können die Beteiligten konkret tun?
👦 Schülerinnen & Schüler
- →Was ist normales Sexualverhalten vs. was zeigt Pornografie? Klare Einordnung ohne Tabu
- →Algorithmen erklären: Warum zeigt mir die App das? Wie entkomme ich der Spirale?
- →Was tun wenn ich etwas Verstörendes sehe? Wegscrollen, melden, mit jemandem sprechen
- →Sexting-Risiken: Was passiert wenn Bilder geteilt werden? Rechtliche Einordnung
- →Hilfe holen ohne Scham: Wo kann ich anonym fragen? (BZgA, Nummer gegen Kummer)
👩🏫 Lehrpersonen
- →Lehrplan umsetzen: Nicht nur biologische Aufklärung, sondern auch 'Digitale Sexualität'
- →Externe Expert:innen einladen: pro familia, Zartbitter e.V., kantonale Fachstellen
- →Erste Reaktion bei Meldung: Wie reagiere ich ruhig und unterstützend?
- →DNS-Filter im Schulnetz: AdGuard Home blockiert bekannte Pornografie-Domains netzwerkweit
👨👩👧 Eltern
- →Technische Schutzmaßnahmen: DNS-Filter (AdGuard / Pi-hole), SafeSearch erzwingen
- →Frühzeitig aufklären: Bücher wie 'Körper, Liebe, K(r)ampf' (BZgA) ab 8 Jahren
- →Erste Gespräche ohne Schuldzuweisung: 'Was hast du gesehen? Wie hast du dich gefühlt?'
- →Algorithmus-Schutz: Bildschirmzeitlimits, Profil nicht öffentlich, Standort deaktivieren
- →Hilfsangebote kennen: BZgA-Telefonberatung, pro familia, schulpsychologie.ch
Cyber-Mobbing
Erkennen, melden und nachhaltig unterbinden
Cyber-Mobbing unterscheidet sich von klassischem Mobbing durch seine Dauerhaftigkeit — Inhalte verschwinden nicht, die Schule endet nicht mit dem Klingeln. 15–20 % aller Schülerinnen und Schüler sind betroffen, viele schweigen aus Scham oder Angst. Dieses Seminar gibt allen Beteiligten konkrete Handlungsoptionen — ohne Verharmlosung, ohne Überreaktion.
Was können die Beteiligten konkret tun?
👦 Schülerinnen & Schüler
- →Cyber-Mobbing definieren: Wo hört Spaß auf, wo beginnt Mobbing?
- →Screenshots sichern: Beweise dokumentieren bevor Inhalte gelöscht werden
- →Melden ohne Angst: Plattform-Melde-Buttons, Lehrkraft, Vertrauensperson
- →Nicht schweigen: Warum Wegsehen mitschuldig macht — und was Bystander tun können
- →Digitale Empathie: Was ich online schreibe, liest ein echter Mensch
👩🏫 Lehrpersonen
- →Notfallplan im Klassenzimmer: Klare Ansprechpersonen (Klassenleitung, Sozialarbeit, Schulleitung)
- →Frühwarnzeichen erkennen: Sozialer Rückzug, Leistungsabfall, Schlafstörungen
- →Schulpsychologischen Dienst einbeziehen: Wann eskalieren, wann selbst lösen?
- →Prävention: Medienpass-Stunde 1× pro Monat — was ist im Netz erlaubt?
- →Dokumentation: Wie halte ich Vorfälle rechtssicher fest?
👨👩👧 Eltern
- →Erste Reaktion: Ruhig bleiben, nicht minimieren, nicht sofort bestrafen
- →Gemeinsam dokumentieren: Screenshots, Datum, Plattform festhalten
- →Schule informieren: Frühzeitig — nicht erst wenn alles eskaliert ist
- →Rechtliche Optionen kennen: Ab wann ist Anzeige sinnvoll? (Polizei-Onlinewache)
- →Prävention: Offenes Gespräch zuhause ist der beste Schutz
Unpassende & schädliche Inhalte
Radikalisierung, Schockvideos, Challenges & Algorithmen-Fallen
Social-Media-Algorithmen optimieren auf Engagement — nicht auf das Wohlbefinden junger Menschen. Schockvideos, radikale Inhalte und gefährliche Challenges entstehen nicht zufällig im Feed. Sie sind das Ergebnis von Empfehlungsalgorithmen, die immer Extremeres zeigen. Dieses Seminar erklärt die Mechanik dahinter und gibt Schülern, Lehrern und Eltern Werkzeuge, die wirklich funktionieren.
Was können die Beteiligten konkret tun?
👦 Schülerinnen & Schüler
- →Algorithmen durchschauen: Warum zeigt mir die App genau das? Interessen-Reset üben
- →Kritisch konsumieren: Ist das real, inszeniert oder manipuliert?
- →Challenges einordnen: Welche sind harmlos, welche gefährlich? Checkliste im Seminar
- →Offline-Ressourcen: Was tue ich, wenn ein Inhalt mich verfolgt oder verstört?
- →Melden und Blockieren: Wie wirksam ist das? Wann reicht es, wann nicht?
👩🏫 Lehrpersonen
- →Unterrichtseinheit 'So funktioniert Social Media' (3×45 Min): Algorithmen, Likes, Dopamin, Datenhandel
- →Aktuelle Plattformen kennen: Was nutzen Schüler gerade — welche Risiken gibt es dort?
- →Schockinhalt im Klassenzimmer: Wie reagiere ich wenn ein Schüler etwas Verstörendes geteilt hat?
- →AdGuard im Schulnetz: Bekannte Schad- und Radikalisierungs-Domains blockieren
👨👩👧 Eltern
- →Gemeinsam schauen: TikTok/Instagram-Videos zusammen anschauen, über Absichten sprechen
- →Algorithmus-Erklärung: 'Die App zeigt dir immer Extremeres, damit du länger schaust'
- →Bildschirmzeit-Limits: Apple Screen Time / Google Family Link konsequent setzen
- →Altersfreigaben respektieren: Instagram, TikTok, Snapchat erst ab 13/14 Jahren
- →Gespräch normalisierten: 'Hast du heute etwas gesehen, das dich komisch gefühlt hat?'
Alle 5 Seminare als Jahresprogramm
Schulen, die Medienkompetenz als Daueraufgabe verstehen, buchen unser Jahresprogramm: alle 5 Themen über das Schuljahr verteilt — für Schüler, Lehrpersonen und Eltern. Mit Unterrichtsmaterialien, Elternbrief-Vorlagen und Follow-up-Session.